Das Hundemagazin mit Herz
Mrz 01

Illegaler Hundehandel – Per Mausklick zum Rassehund

Besonders die Hauptstadt Berlin ist ein Brennpunkt in Sachen Welpenhandel. Rund 250 Hunde pro Woche gehen so über die virtuelle Ladentheke. Die süßen, verlockenden Hundebilder und der günstige Preis der Welpen sind der Grund, weshalb dieses Geschäft in Deutschland so boomt. Die Hunde kommen oftmals aus Osteuropa. Über Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen, Quoka und Co. erreichen sie potentielle Interessenten in der Hauptstadt. Tierschützer haben dem skupellosen Handel von Welpen den Kampf angesagt.

Wie erkenne ich die Angebote der illegalen Hundeverkäufer?

Es gibt viele Indizien, die darauf schließen lassen, dass es sich um ein unseriöses Angebot handelt. Schlechte Fotoaufnahmen oftmals im Keller, fehlende Dokumente, keine Fotos vom gesamten Wurf und den Elterntieren, sowie eine fehlende Gewerbeanmeldung weisen auf unseriöse Angebote hin. Ebenfalls der zu günstige Preis und das zu junge Alter des Welpen sind ein Indiz für illegalen Welpenhandel. Die Welpen  werden oftmals nicht artgerecht gehalten und werden daher oft krank. Auch werden sie zu jung abgegeben, obwohl Welpen bis zum Alter von 8 bis 12 Wochen bei der Mutter bleiben sollten. Den Händlern ist dies egal, denn für sie zählt nur der Profit. Der illegale Welpenhandel ist ähnlich organisiert wie der Handel mit Drogen. Die Tiere kommen oft aus Osteuropa und werden von Schmugglern über die Grenze gebracht. Hier werden sie von kleineren Händlern aufgekauft, die wiederum eine Truppe an Leuten auf die Straße schicken, um die Drecksarbeit zu erledigen. In Berlin setzt sich der Tierschützer Stefan Klippstein gegen den illegalen Welpenhandel ein. Zu den Hintermännern ist er jedoch noch nicht gelangt. Der Polizei sind aus rechtlicher Sicht die Hände gebunden, denn sie dürfen keine Scheinkäufe durchführen, um an die Täter zu gelangen. Wer denkt, einem solchen Welpen durch den Kauf zu retten, liegt falsch. Denn nur durch die Nachfrage und den Kauf der illegalen Welpen, wird dieser Markt überhaupt noch am Leben gehalten.

Ein Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz als Alternative

Unsere Tierheime sind voll und auch im Ausland gibt es ein riesen Hundeproblem. Der Traumhund muss nicht immer ein Welpe oder ein Rassehund sein. Schaut euch im lokalen Tierheim um oder tretet mit seriösen Tierschutzorganisationen im Ausland in Kontakt. Ich habe meinen Hund mit 3 Jahren aus Rumänien und es ist eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereue. Erfahrungsberichte von Adoptionen aus Rumänien findet ihr hier.