OP-Versicherung Französische Bulldogge

Leider ist besonders die Französische Bulldogge für viele Krankheiten anfällig. Viele Züchter haben über Jahre bestimmte Merkmale, wie die Stupsnase, angezüchtet. Viele Französische Bulldoggen leiden dadurch mindestens irgendwann in ihrem Leben an Atemproblemen. Zudem ist diese Hunderasse anfällig für Ekzeme in den Hautfalten sowie Augen- und Ohrenentzündungen. Einer Studie des Royal Veterinary College zufolge hatten 72% von über 2.000 untersuchten Französischen Bulldoggen gesundheitliche Probleme. Dabei lag das durchschnittliche Alter der Hunde bei 1,3 Jahren. Insbesondere eine OP bei Atemwegsproblemen kann teuer werden. Die Kosten belaufen sich auf etwa 1.000€-3.000€. Da Versicherer bestehende Krankheiten in der Regel ausschließen, solltest du so früh wie möglich die OP-Versicherung abschließen.

Rassetypische Krankheiten – Brachyzephalie bei der Französischen Bulldogge

Von der Brachyzephalie sind primär Rassen wie die Französische Bulldogge, der Mops oder der Shi-Tzu betroffen. Ob dein Hund Atembeschwerden hat, kannst du anhand folgender Merkmale feststellen:

  • dein Hund gibt schnarchende Atemgeräusche von sich
  • dein Hund hechelt viel
  • dein Hund hat keine Ausdauer
  • dein Hund hat Probleme beim Fressen, da er während des Fressens nicht ausreichend Luft holen kann

Die Brachyzephalie äußert sich anhand von einer Verengung der Nasenlöcher oder Nasenhöhlen, durch ein verlängertes oder verdicktes Gaumensegel, aber auch Veränderungen am Kehlkopf. Diese Merkmale können einzeln oder auch gemeinsam auftreten. In schlimmen Fällen kann das Brachzyphale Atemnot-Syndrom (BAS) auch zu Ohnmachtsanfällen und Erstickungen führen. Besonders an heißen Tagen leiden die Hunde. Die Atemnot bei Französischen Bulldoggen ist behandelbar. Folgende Operationen werden in der Regel durchgeführt:

  • Kürzung der Gaumensegel
  • Erweiterung der Nasenöffnungen
  • Entfernung der Kehlkopftaschen
  • Laser-Operation der Nasenhöhlen

Tierärzte raten dazu, die OP so früh wie möglich durchzuführen. Denn eine schwerfallende Atmung führt zu Druckschwankungen in den oberen Atemwegen. Diese hat Schäden an weiteren Organen zur Folge (z.B. Kehlkopf, Luftröhre und Bronchien). Zur Feststellung und Einstufung der Schwere der Brachyzephalie untersucht der Tierarzt die Mundhöhle und den Kehlkopf. Über ein CT wird der Schädel untersucht. Eine endoskopische Untersuchung der Nase und dem Übergang in die Mundhöhle folgen. Ebenfalls werden Röntgenaufnahmen der Brusthöhle gemacht.